Im Notfall muss jemand, der Sie nicht kennt, schnell ein paar Dinge erfahren: Ihre Allergien, Ihre Erkrankungen, Ihre Medikamente, Ihre Blutgruppe und wen er anrufen soll. Können Sie nicht sprechen, stecken diese Informationen im Gedächtnis eines Angehörigen oder nirgends. Eine Notfallkarte legt sie griffbereit, in der Reihenfolge, in der sie zählen.

Allergien und Erkrankungen
Penicillinallergie, Asthma, Diabetes: die Dinge, die ändern, was ein Arzt in den ersten Minuten tut.

Aktuelle Medikamente
Die vollständige Liste mit Wirkstoffen, damit keine Notfallbehandlung mit dem kollidiert, was Sie nehmen.

Blutgruppe und Impfungen
Gruppe, Rhesus, Tetanus, dazu Notfallkontakte und Ihr Hausarzt.
Was auf der Karte steht
Die Karte wird aus Ihrer Akte erzeugt und ist deshalb immer aktuell, ohne dass Sie sie neu schreiben:
- Blutgruppe und Rhesusfaktor;
- Allergien, mit Ihrer Reaktion (Ausschlag, anaphylaktischer Schock);
- Erkrankungen, die ein Arzt beachten muss: Diabetes, Epilepsie, Herzprobleme, Schwangerschaft;
- Medikamente, die Sie nehmen, mit Wirkstoff und Dosis;
- Geräte und Implantate: Herzschrittmacher, Stent, Prothesen;
- Notfallkontakte und Hausarzt;
- relevante Impfungen, etwa Tetanus.
Sie entscheiden, was auf die Karte kommt. Diagnosen, die im Notfall nicht zählen, bleiben in der Akte, nicht auf der Karte.
So haben Sie sie dabei
- Auf dem Handy: Die Karte hat in der App einen eigenen Bildschirm, auf einen Blick lesbar, in großer Schrift.
- Gedruckt: Als PDF im Kartenformat exportieren, für Geldbörse, Schulranzen des Kindes oder Kühlschrank.
- Für die Familie: Jedes Profil hat seine Karte. Die des Kindes kann bei den Großeltern oder in der Schule bleiben.
Die Daten stammen aus dem Standardformat HL7 FHIR, demselben wie die internationale Patientenkurzakte (IPS), ein Krankenhaus in einem anderen Land versteht sie also. Die Karte wird in jeder der 20 Sprachen der App erzeugt: Sind Sie in Frankreich, zeigen Sie sie auf Französisch.
Für wen es nützlich ist
- Menschen mit schweren Allergien, Diabetes, Epilepsie, Herzkrankheiten, Gerinnungsstörungen.
- Kinder, besonders in fremder Obhut: Schule, Ferienlager, Großeltern.
- Ältere Eltern, die unter Druck die Medikamentenliste nicht erinnern.
- Reisende in Ländern, deren Sprache sie nicht sprechen.
So fangen Sie an
- App installieren und Konto anlegen.
- Blutgruppe, Allergien, Erkrankungen und Medikamente in der Akte ausfüllen.
- „Notfallkarte“ öffnen, Inhalt wählen und exportieren oder auf dem Handy lassen.
Die Notfallkarte ist im kostenlosen Basic-Plan enthalten.
Häufige Fragen
Ist sie ohne Entsperren des Handys sichtbar?
Die Karte öffnet sich aus der App. Für Zugriff ohne Entsperren legen Sie sie zusätzlich als Bild auf den Sperrbildschirm oder tragen die gedruckte Karte in der Geldbörse. Auf dem iPhone können Sie mit denselben Daten auch den „Notfallpass“ in der Health-App ausfüllen.
Wer garantiert, dass die Daten stimmen?
Sie. Die Karte spiegelt, was in Ihrer Akte steht. Was Sie aus medizinischen Dokumenten gescannt haben, trägt die Quelle. Prüfen Sie sie einmal mit Ihrem Hausarzt, danach aktualisiert sie sich von selbst, wenn Sie ein Medikament ändern.
Gilt sie in einem anderen Land?
Ja. Die Daten liegen im europäischen Standardformat vor, und die Karte wird in der Sprache des Landes erzeugt, in dem Sie sind.
Was passiert mit meinen Daten?
Sie werden in der Europäischen Union gespeichert und gehören Ihnen. Die gedruckte Karte oder das Sperrbildschirm-Bild enthält nur, was Sie selbst darauf gesetzt haben.


